135 Kilo Munition gefunden

Im letzten Jahr mussten wir für eine ganze Weile unseren Cache „Grimms Erben“ deaktivieren, da in dem Waldstück, in dem sich einige Stationen des Cache befanden,  Munition gefunden wurde.

Während der Kampfmittelräumdienst das Waldstück nach Sprengmitteln absuchte,  wurde dieser für Sparziergänger und somit auch für Geocacher gesperrt.

Als wir von der Suche erfuhren, setzten wir uns mit den Mitarbeitern in Verbindung und informierten sie darüber,  dass sich einige Stationen unseres Multis  in dem Waldstück befinden. Es war ein toller und netter Kontakt und die Mitarbeiter freuten sich darüber,  dass wir sie aufgesucht hatten.

Sie berichteten, dass sie bei ihrer Arbeit immer mal wieder auf Geocaches stoßen und es ihre Arbeit erheblich erleichtert, wenn die Caches äußerlich einen Sichtbaren Hinweis hätten. Unsere Stationen waren ausreichend als Geocache erkennbar und sämtliche Stationen konnten wir während der Sucharbeiten vor Ort belassen.

Eine Stage wurde von den Mitarbeitern wegen Bergungsarbeiten um einige Meter bestens verlegt. Da mussten wir selbst erst mal einige Zeit suchen, so vorzüglich war dieser getarnt.

Der Kampfmittelräumdienst ist jetzt schon seit einigen Monaten mit ihrer Arbeit fertig und die Örtliche Presse hat letzte Woche einen Bericht über die gefundene Munition in der Zeitung veröffentlicht.
Diesen Bericht möchten wir euch nicht vorenthalten:

Weilburger Tageblatt vom 8. November 2018

Munition Windhof

Gute Nachricht für Spaziergänger: Das Waldstück am Windhof ist wieder freigegeben. Die Suche nach Kampfmitteln ist nun offiziell abgeschlossen, das Ergebnis liegt vor. 135,42 Kilogramm Munition sind auf dem Areal gefunden worden.

Dem Abschlussbericht zufolge sind 17 Granaten sowie weitere Munitionsteile verteilt in dem Waldstück gefunden worden, erklärt Jürgen Stroh, zuständiger Bereichsleiter bei Hessen Forst.

Während der Großteil der gefunde

nen Munition von der beauftragten Spezialfirma OBK aus Pasewalk (Mecklenburg-Vorpommern) zur Entschärfung und Entsorgung nach Lauterbach im Vogelsberg transportiert wurde, mussten zwei Granaten vor Ort im Wald gesprengt werden. Deren Zünder waren durchgerostet, ein Transport wäre zu gefährlich gewesen, führt der Bereichsleiter aus. Die Experten für Kampfmittelräumung hätten die Granaten in dicken Metallkesseln im Boden kontrolliert gesprengt.

Der überwiegende Teil der gefundenen Munitionsreste sei noch scharf gewesen, wenn auch zum Teil korrodiert, und habe sich meist etwa 30 Zentimeter tief im Erdboden befunden, sagt Stroh und fügt an: „Da hätte jederzeit etwas hochgehen können.“

Auslöser für die Kampfmittelsuche war, dass Kinder im April 2017 in dem Waldstück eine 7,5-Zentimeter-Panzergranate gefunden und mitgenommen hatten. Der Fund wurde bei der Polizei gemeldet und der Kampfmittelräumdienst des zuständigen Regierungspräsidiums Darmstadt eingeschaltet. Wie Stroh weiter erklärt, wurde daraufhin ein Teststreifen untersucht und dabei festgestellt, dass das Gelände als munitionsverseucht einzustufen ist.

Im Mai dieses Jahres rückten dann die Experten zur Kampfmittelsuche an. Dass dies relativ schnell ging, sei dem Landesbetrieb Hessen Forst zu verdanken, sagt Stroh. Der habe Druck gemacht. Denn das Waldstück sei von Spaziergängern und Joggern stark frequentiert.

Die Munitionsreste stammen vermutlich aus der Zeit kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, erklärt Werner Wernecke, der Leiter des Forstamts Weilburg. Eine Luftaufnahme des Waldes zeige ein Grabensystem. Wernecke geht davon aus, dass das Gelände den Charakter eines Standortübungsplatzes hatte und die Gräben für das Training der in Weilburg untergebrachten Soldaten angelegt worden waren.

Das Jagdschloss Windhof diente von 1927 bis 1934 als Landschulheim, wurde dann zwei Jahre saniert und anschließend von der Wehrmacht als militärische Unterkunft genutzt.

Die Kampfmittelexperten waren insgesamt 30 Arbeitstage in Weilburg im Einsatz, jeweils mit sechs bis acht Mitarbeitern. 5,5 Hektar wurden in dieser Zeit mit Metallsonden Stück für Stück abgegangen. Dabei fand die Firma neben der Munition jede Menge Metallmüll, wie Stroh erklärt. Coladosen, alte Emaille-Kochtöpfe und Kanaldeckel wurden beispielsweise aus dem Erdreich geholt und dann von der Stadt Weilburg entsorgt.

Die Kampfmittelräumung schlägt bei Hessen Forst mit einem höheren fünfstelligen Betrag zu Buche, erklärt Stroh. Wernecke hatte bereits im Frühjahr von 80 000 Euro gesprochen und nun hinzugefügt, dass sich die Ausgaben in diesem Bereich bewegen werden.

Wernecke zeigt sich enttäuscht: „Unsere Hinweise wurden trotz der Gefahr schlichtweg nicht ernst genommen“

„Wir sind froh, dass die Verkehrssicherheit wieder hergestellt ist“, sagt der Forstamtsleiter. Es sei zweifelsohne der am stärksten belaufene Waldbereich nahe der Stadt.

Wernecke und Stroh dankten den Waldbesuchern, die sich den Einschränkungen gefügt haben. Allerdings habe es auch Besucher gegeben, die die Absperrbänder und Warntafeln während der Kampfmittelräumung missachtet oder gar zerstört haben. „Unsere Hinweise wurden trotz der Gefahr schlichtweg nicht ernst genommen“, meint der Forstamtschef. Und sein Kollege Stroh hält fest: „Die Sperrung war nicht durchsetzbar.“

Das Waldstück am Windhof ist nun sicher und wieder für Spaziergänger freigegeben. Dass sich an anderer Stelle in Weilburg noch Munitionsreste aus Kriegszeiten im Boden befinden, schließen die beiden Hessen-Forst-Mitarbeiter nicht aus. Ihr Appell: „Wer etwas Verdächtiges sieht, sollte es nicht angreifen, sondern direkt die Polizei alarmieren.“

https://www.mittelhessen.de/lokales/region-limburg-weilburg_artikel,-135-Kilo-Munition-gefunden-_arid,1434953.html

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