Wir sind dann mal weg! Mit dem Rad von Passau nach Wien!

Dein Wunsch möge in Erfüllung gehen, sagte der Finkenpirat und radelte mit seiner holden Weiblichkeit in 6. Etappen ganz gemütlich von Passau nach Wien.

Wie alles begann:

Wir schrieben das Jahr 2018 und der Pirat fragte seine Frau, was sie sich denn zum Geburtstag wünscht?

Die prompte Antwort: Mit dem Fahrrad von München nach Venedig!

Obwohl wir E-Bikes besitzen, blieb mir erstmal kurz der Atem stehen. Ich, als bekennender Radfahrer schluckte mal ordentlich, und meinte dann: „Meinst Du nicht, dass es als erste Radreise ein wenig stramm für Dich sein könnte?“

Antwort: Grummel, grummel, ja vielleicht hast Du recht.

Mein Vorschlag: Wir fahren erst einmal von Passau nach Wien. Wenn das alles gut läuft und Du Spaß am Urlaubsradeln hast, fahren wir danach (wenn es klappt, im nächsten Jahr) von München nach Venedig.

Da leuchteten die Augen der Piratin und wir hatten einen Deal … Und ich auch gleich ein Geburtstagsgeschenk für das kommende Jahr! Wie praktisch!

Ein passender Termin im August wurde gefunden und wir begannen mit den Vorbereitungen.

Dies beanspruchte relativ wenig Zeit, da wir beide nicht „Bis ins letzte Detail-Planer“ sind, sondern gerne auch mal etwas auf uns zukommen lassen und recht spontan sein können …

… so wurde etwa 3 Monate vorher eine schöne Pension in Passau, unweit vom Donauradweg für eine Vorübernachtung gebucht, damit wir morgends gleich nach einem ordentlichen Frühstück starten konnten. Praktisch war außerdem, dass man das Auto, für die Zeit der Radtour, auf dem Parkplatz der Pennsion parken kann. Die Parkkosten belaufen sich auf 3 Euro/Tag. Die perfekte Lösung für uns, da wir mit dem Auto bis nach Passau reisen mussten. Eine passende Zugverbindung, bei der die Räder mitgenommen werden konnten gab es nicht bzw. nicht mehr.

Desweiteren buchten wir unsere zweite Übernachtung in Inzell (Schlögener Schlinge), da es dort nicht all zu viele Zimmer gibt, sowie die letzten beiden Nächte in Wien.

Das wir in Wien Zimmer vorgebucht hatten, sollte sich als großes Glück herausstellen, aber dazu später mehr.

Ganz wichtig war uns, sicher zu stellen, wie wir von Wien nach Passau zurückkommen. Das stellte sich mit 29 Zoll Bikes, als gar nicht so einfach heraus, da die ÖBB in dem angedachten Zug nur bis 28 Zoll befördert. Hier fand die Piratin die passende Lösung, lies sich das bestätigen, und somit war auch das erledigt (so dachten wir, am letzten Tag wurde es dann zum Thema Fahrradtransport mit der Bahn, nochmal spannend. Aber auch dazu später mehr.)

Desweiteren benötigten wir noch Satteltaschen und für jeden 2 paar schicke Radlerunterhöschen. Wer radelt, weiß was ich meine. Die Empfehlung der Höschen meinerseits an das Ehefrauchen, löste einen Wahnsinnswellengang im heimischen Wohnzimmer aus – „Solche Dinger ziehe ich nicht an, aus dem Pampersalter bin ich raus“, so die Antwort. Ok, einfach mal in Ruhe lassen. Der nächste Tag kam, und die Piratin auch. „Kannst Du mir bitte 2 Höschen mitbestellen?“ Das habe ich natürlich gerne gemacht, man kennt ja seinen Partner. Ich wusste, warum ich noch nicht bestellt hatte. An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Piratin die Dinger während des Trips wie ein Augapfel hütete und diese sogar, falls beim nächtlichen trocknen, eine noch nicht ganz trocken war, mit dem Fön nachgeholfen wurde. Scheinen gut gewesen zu sein, die angeblichen Pampersdinger!

Zwei drei Wochen vor dem Start wurden die Mountainbikes noch mit Gepäckträger und einem kleinen Rücklicht ausgestattet. Auf Empfehlung wollte ich neben Ersatzschläuchen auch noch ein Pannenspray mitnehmen. Ehrlich gesagt, hatte ich von solchen Pannenspray nie viel gehalten.

Natürlich sollte auch das Cachen nicht zu kurz kommen, wobei wir auch nicht jeden Cache am Wegesrand einsammeln wollten. Wir wollten ja schließlich Radfahren und nicht nur Suchen.

Ein paar Tage vorher, wurde für die Caches am Wegesrand, eine Pocketquery erstellt und festgestellt, dass es  leider keinen Multi o.ä von Passau nach Wien gab. Lediglich von Donaueschingen bis Wien bzw von Passau bis Bratislava. Schade, wir hätten diesen gerne als private Trophäe für uns absolviert.

Die Piratin war zwar dagegen, dass ich das GPS auch noch mitnehme, ein Handy würde für die paar Caches vollkommen ausreichen, doch auf Grund eines Hintergedankens nahm ich es doch mit.

Das wars an Vorbereitungen – nun hieß es abwarten, bis zum 18. August.

Sonntag 18 August, 6 Uhr Dienstende!

Mein Nachtdienst war zu Ende und Elena holte mich in Wetzlar von der Arbeit ab. Die Räder nochmals hintendrauf überprüft und los ging es. Ich versuchte zu schlafen und Elena fuhr zuverlässig bis nach Passau.

Gegen Mittag kamen wir in Passau an, parkten kostenlos oben auf der Veste (Festung) und nutzen ganz spontan die Stadtrundfahrt per Minibus im Hop und Drop System, um Passau wenigstens im kurzen Zeitraffer kennenzulernen. Wir stiegen in der Altstadt aus, liefen zum 3 Flüsse-Spitz und schauten uns die kleinen Schaufenster, sowie die Weltgrößte Domorgel an. Nebenbei besuchten wir noch 2 oder 3 Caches. Im Anschluss ging es mit unserem sensationellen Busfahrer (was! Für ein Unikat in Lederhose), zurück zur Veste. Der Spaß kostete 9 Euro/Person und hat sich, so finden wir, allemal gelohnt. Passau ist ein schönes Städtchen!

http://www.donau-schiffs-reise-center.de/index.php/stadtrundfahrten

Nun steuerten wir unsere Unterkunft für die Nacht an. Wir wurden in der Pension nett empfangen, bezogen unser ordentliches, neu renoviertes Zimmer und stellten das Auto für die nächsten Tage ab.

Falls es jemanden Interessiert: Pension Gambrinius.

Die Räder übernachten hier in einer Garage.

Schön wars – Wir würden Wiederkommen!

Montag 19. August, Passau nach Inzell (Schlögener Schlinge)

60 Km mit Sightseeing, Sonnenschein, keine Pannen

Nach einem Frühstücksbuffet, wo es an nichts fehlte, ging es am frühen Morgen endlich los.

Erster Halt, ein Fotostopp am R1 Radwegschild Deutschland/Österreich. Von nun an, radelten wir also auf der rechten Donauseite in Österreich.

Weiter ging es über Engelhartszell, das imposante Kloster sollte man sich auf jeden Fall ansehen.

Unser Weg führte uns dann durch die Schlögener Schlinge, mit ihrem tollen Aussichtspunkt, der ja von Fotomotiven her bekannt ist. Hier macht die Donau eine fast 180 Grad Wende. Wer den Pirat kennt, weiß, dass er natürlich den Gipfel erklommen hat. Das geht allerdings nur zu Fuß, deshalb blieb die Piratin auch gerne unten um die Bikes zu bewachen. Komisch, komisch, das hätten bestimmt auch unsere Fahrradschlösser machen können, oder? Tztztz.

Weiter ging es nach Inzell, wo wir unseren vorgebuchten Gasthof Reisinger, direkt am Radweg  aufsuchten. Das war nicht schwer, dort gibt es nur 2 Unterkünfte. Wir hatte von Anfang an einen guten Draht zum Gastgeber, was sich im Nachhinein als „Sehr gut“ herausstellen sollte. Laut Bewertungen, soll dort ab und  an mal ein etwas eigener Ton herrschen, was wir aber nicht so empfanden. Wir haben bis spät Abends mit der Mutter des Hauses und deren Bekannten auf der Terrasse gesessen und gequatscht.

Zuvor gab es dort ein sehr gutes Schnitzel Wiener Art, vom heimischen Metzger mit Pommes und Salat für unter 10 Euro. Unser Zimmer war ländlich, ordentlich und mit Blick auf die Donau. Das Frühstück war gut, mit ausreichend Wurst und Käse.

Zum Abschied bekam die Piratin vom Chef des Hauses noch ein Ständchen mit dem Akkordeon, das war u.a. Thema des Vortages.

Die Räder übernachten hier in einem Fahrradhäuschen.

Schön wars – Auf Wiedersehen, wir würden Wiederkommen!

Dienstag 20. August, Inzell bis Steyregg

70 Km mit Sightseeing, Sonnenschein, Plattfuß am Bike

Schon beim Aufstehen versprach dieser Tag  wunderbares Wetter, die Sonne wird für uns lachen.

Los geht’s – Linz erwartet uns schon.

Bei bester Laune, Singend & Pfeiffend radelten wir los, um uns in ein neues Abenteuer zu stürzen.

Nach der Passage von Aschach, setzten wir mit der Fähre Ottensheim, auf die linke Seite der Donau über. Alternativ kann man auch ein wenig vorher, kostenlos, über das Kraftwerk Ottensheim die Seite wechseln. Wir wollten jedoch wenigstens einmal auf der Strecke Fähre fahren, drum diese Variante. Nach der Passage stärkten wir uns mit einer Linzer Schnitte und einem Cappuccino, bevor es weiterging, Richtung Linz.

Das Abenteuer lies dann auch nicht mehr lange auf sich warten.

Kurz hinter Ottensheim, fuhr die Piratin zügig durch die Kurve und dann über eine Holzbrücke. Alles trocken und trotzdem gehörig zur Seite weggerutscht – „Da stimmt doch was nicht„, war sogleich ihr Gedanke?!

„Steeeern! Kannst Du mal gucken? Ich fahre mal an dir vorbei, das Bike ist so watsschelig“. Schon im vorbeifahren sah ich, das Luft fehlt. Nun gut, sollte bis zur nächsten Tanke gehen, dachte ich jedenfalls. Den Gefallen tat uns der Reifen aber nicht. So, nun wollte ich doch mal sehen, ob so ein Pannenspray etwas taugt. Ich hatte mich zu Hause schon mit der Anwendung vertraut gemacht, so dass es ruckizucki ging, und die erste Ladung Spray war im Rad. Mehr wollte der Schlauch auch nicht aufnehmen. Rauf auf den Sattel –  weiter geht’s. In der Tat kamen wir wirklich nur 8 Km weiter bis zur Tanke, denn der Reifen verlor weiterhin Luft. Ok, bevor ich den Schlauch wechsel, erstmal den kompletten Rest Spray rein (jetzt war wieder platz), Druckluft hinzu und schauen was passiert. Das sieht gut. Nun sahen wir auch einen gehörigen Schnitt im Radmantel und eine kleine Stelle, wo der Schaum des Pannensprays herausquoll. Der Schaum tat nun das, was man von ihm wollte und das Rad war pralle – weiter geht’s.

Nachsatz: Ich bin begeistert – der Reifen hat jetzt 400 Kilometer gelaufen, und hält absolut dicht. Es besteht gerade keinen Grund, den Schlauch zu wechseln. Schauen wir mal.

Ohne große Verzögerung erreichten wir dann Linz. Da wir uns die Stadt natürlich mit den Rädern anschauten, können wir sagen, dass wir während unserer privaten Sightseeing-Tour schon ein kleines Abenteuer durchradelten. Der Verkehr ist wirklich rege und es ist ordentlich was los, aber alles machbar. Ein besonderes Augenmerk mussten wir auf die Straßenbahnschienen legen. Eine Roulade wollten wir hier nicht drehen.

Natürlich wurden auch ein paar Caches aufgesucht, ganz besonders gut hat uns der Virtual am Hauptplatz gefallen. Hier muss man anhand von Werbeschilderfotoschnippseln seinen Cachernamen zusammenstückeln. Eine tolle Idee, die richtig spannend wird, wenn man einen langen Nicknamen hat. Wir hatten dabei unseren Spaß!

Weiter ging es zum Dom und rauf zur Festung. Ich glaube, das war das einzige Stück richtige Steigung auf der ganzen Radtour. Ein toller Ausblick von hier oben, der wiederum mit einem Virtual belohnt wird.

Im  Anschluss kehrten wir Linz den Rücken zu und fuhren auf der linken Donauseite weiter bis nach Steyregg, wo wir mit viel Glück noch ein Zimmer bekamen (wir hatten diesmal vorab kein Zimmer gebucht, weil wir schauen wollten, wie weit wir kommen). Na ja, wir besuchen ja gerne mal Lost Places … dann aber weniger zum übernachten. Es waren ganz, ganz nette Gastgeber, schon etwas in die Jahre gekommen und ich würde mal vorsichtig sagen: „Es fehlt vielleicht der Blick, um auch mal etwas zu erneuern“. Dennoch, soweit Ok, und ich stellte rasch fest, das klares Wasser aus der Dusche kam. Elena zog hier ihre Einmalwaschlappen vor, und betrat die Dusche lieber nicht. Frauen halt – sie wolle lieber Morgen, irgendwo anders Duschen! Das Bett war bequem und so schliefen wir dann auch irgendwann ein. Das hätte auch garantiert bis morgens geklappt, hätte uns die Sirene vom Dach in der Nähe nicht senkrecht sitzen lassen. Den Grund warum diese los ging, wissen wir nicht und unsere Neugierde war auf Grund der Müdigkeit in dieser Nacht auch gesättigt.

Am nächsten Morgen wollte Elena aus dem Fenster gucken, ob das Regen ist, was da so tratscht – von mir kam dann nur mit leicht irrem Blick,  beweg ja die Gardine nicht! Wer mich kennt, weiss, dass ich Spinnen nur mag, wenn sie nicht in meiner unmittelbaren Nähe sind … und hier war ich mir weiss Gott nicht sicher, ob da nicht ein Monsterexemplar hauste. Anmerkung an dieser Stelle: Auch wenn ich sie nicht mag, keine würde unter meinem Schuh enden bzw. auf ein Nimmerwiedersehen im Staubsauger verschwinden.

Eine Übernachtungsempfehlung möchten wir hier nicht so gerne aussprechen. Nur so viel, hier sollte man vlt. nur bis Linz ( ca 7 Km vorher) oder 10km weiterradeln, dort gibt es eine bessere Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten. Das Preis-Leistungsverhältnis hätte besser sein können, so finden wir.  

Mittwoch 21.August, Steyregg nach Ybbs

80 Km mit Sightseeing, erst Regen, später Sonnenschein, keine Panne

Elena hätte auch gar nicht aus dem Fenster gucken müssen – es hat getratscht! Und wie!

Dementsprechend gekleidet, die Räder aus der Garage geholt und los ging es, zum Bäcker um die Ecke, der schon um 6.00 Uhr öffnete. Nach einem lecker Kaffee und einem guten Brötchen verzog sich der Regen, die Klamotten wurden gewechselt und es konnte endgültig losgehen.

Gut gelaunt entdeckten wir bald den Doni, so heißt der dazugehörige Tradi-Geocache. Ach, was hatten wir unseren Spaß. Schaut mal auf dem Foto, das Maul ist soooo groß, das er uns beide „fressen“ konnte. Er spuckte uns aber wieder aus, ganz wie Pinocchio. Jetzt wissen wir, wie der sich wohl fühlte. Nach dem Stopp erreichten wir irgendwann Grein, was wir auf uns wirken ließen. Weiter ging es über St. Nikola bis zur Donaubrücke Persenberg. Hier wechselten wir auf die rechte Seite der Donau, um nach Ybbs zu gelangen, wo wir uns das Städtchen ansahen, ein wenig cachten, ein bisschen Sport der anderen Art betrieben und dann ganz gemütlich zu unserer Unterkunft weiterradelten.

Die Unterkunft „Gasthof Kaiser“ hatten wir am Vortrag zu einem Superpreis gebucht, so dass wir uns freuten, dort ein schönes Zimmer vorzufinden. Genau so war es auch, wir wurden sehr nett empfangen und das Zimmer war bombastisch. Alles Edel und eine tolle Dusche – die Piratin war schneller unter dieser verschwunden, als ich gucken konnte. Ach stimmt, da war doch was …

Nachdem wir unsere Räder für die Nacht fertig gemacht hatten, die nächtigen hier unter einem überdachten Unterstand mit Fahrradständern, zogen wir zu Fuß los, um ganz in der Nähe etwas zu Abend zu essen. Da der Gasthof Kaiser kaum Transparenz zeigt, zumindest für uns nicht ersichtlich, was die Küche dort anbietet, entschieden wir uns woanders einzukehren. Das Frühstück nahmen wir ebenfalls nicht in Anspruch. Oftmals reicht uns ein Brötchen und ein Kaffee, so dass wir ein üppiges Frühstück nicht benötigen. Das gibt es nur, wenn wir Abends Schmalhans Küche hatten oder mächtigen Hunger haben.

Donnerstag, 22.August Ybbs bis Krems

90 Km mit Sightseeing, bestes Wetter, keine Panne

Zufrieden und Ausgeschlafen (um 7.30 Uhr sind wir das, und zwar beide) sattelten wir auf, und weiter ging unser Weg bis Krems. 

Heute verlief der Start etwas holprig. Bedingt durch eine Baustelle verfuhren wir uns erstmal um 5 Km in die falsche Richtung. Auf dem Rückweg sahen wir dann aber, dass wir die ausgeschilderte Umleitung einfach übersehen und vorbeigefahren sind. Nachdem wir wieder auf dem richtigen Weg waren, lief es aber nicht wirklich zügig. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich einen Schlafwagen hinter mir herzog. Die Piratin schien null Power zu haben. Sie allerdings behauptete, jemand zöge ihren Akku leer und außerdem würde ganz arger Gegenwind herrschen. Dinger gibt´s!

Wir erreichten das wunderschöne Melk, wo es dann auch, gemütlich auf dem Marktplatz sitzend, den ersten Kaffee des Tages und endlich auch ein Frühstücksbrötchen gab.  Die wunderbare Kulisse vom Kloster stets im Blick. Wunderbar.

Plötzlich schien der bummelige Schlafwagen an meiner Seite zum ICE  zu werden, und weiter ging es. Wir wollten uns gerne das Kloster ein wenig genauer ansehen. Nicht mit Führung, was bestimmt interessant gewesen wäre, uns allerdings zu lange gedauert hätte, sondern auf eigene Faust. Die Räder kann man sehr gut oben abstellen, ihr müsst sie nicht unten lassen, und hoch laufen. Das ging einigen anderen Radlern, wohl unwissend, so. Man schiebt das Rad durch die Fußgängerzone, dahinter konnte man dann im Bogen linkerhand bis hochfahren. An der Schranke vorbei, oben auf 11 Uhr, sind ausreichend Radparkplätze. Was für ein schönes Kloster. Wir schlenderten durch die Innenhöfe, bestaunten ein wenig die Fassaden, machten ein paar Fotos, besuchten noch einen fein gestalteten TB-Hotel-Cache und radelten dann weiter.

Und jetzt kam sie – die wunderbare Wachau!

Beim Ausarbeiten unserer Route lasen wir oftmals, der wohl schönste Abschnitt des Donauradwegs sei die Wachau, also der Abschnitt zwischen Melk und Krems. Mal sehen wie wir das so empfinden … Eines steht fest: Ja, es ist der schönste Abschnitt. Wahnsinn, all die kleinen Örtchen, Häuschen und Eindrücke. Vor vielen Türen standen selbstgemachte Marillenprodukte, von dieser wohl einmaligen Wachaumarille. Auch wir kauften ein großes Glas Marmelade, welches für die Eltern als kleines Mitbringsel bestimmt war. Die hüteten ja unsere Cachedoglady Juma, so dass der Radtrip überhaupt erst möglich wurde.

Unsere Lady begleitet uns zwar sehr oft, hier allerdings entschieden wir uns für ein absolutes No-go. Interessanterweise sahen wir auf der ganzen Tour nur 2 Hunde, die mit unterwegs waren. Ein weißes, kleineres Knäuel im Lenkerkorb, mit Sonnenbrille als Schutz gegen den Fahrtwind & Sonne. Der Kleene schien Reiseprofi zu sein und bekam ordentlich was zu sehen. Des Weiteren noch ein Schlaubergerhund (BorderColli) im Radanhänger. Wir denken, die meisten Hundehalter sehen so wie wir, wenig Sinn darin, den Hund den ganzen Tag umherzufahren, teilweise bei erbärmlicher Hitze. Plant man hingegen genügend Bewegungsspielraum für den Hund ein, kommt man selbst nicht wirklich vorwärts. Ein anderer Ablauf und eine hundegerechtere Etappenplanung könnte ich mir bei milden Temperaturen durchaus vorstellen. Diese Variante wird dann bestimmt auch beiden Seiten Spaß bringen. Letztendlich ist aber bekanntlich die Denk & Handlungsweise, jedem selbst überlassen.

Zurück zur Marillenmarmelade, wir waren uns nicht wirklich sicher, ob unser Mitbringsel denn auch in Nordhessen ankommt. Mmmhhh, die sah ja schon so lecker aus. Tat sie aber! Wir denken, sie ist schon längst aufgegessen.

Durch malerische Örtchen ging es weiter bis nach Spitz. Dort gönnten wir uns im gemütlichen Biergarten einen ganz leckeren Palatschinken und ein Stück Topfenkuchen. Hach, wiederum so eine leckere Sache. Gut, das wir während der Tour ordentlich Kalorien verbrannten, ansonsten sähe es mit dem Gewicht ganz düster aus. Abgenommen haben wir aber definitiv nicht!

Gut gestärkt ging es durch die so schöne Wachau bis nach Krems. Auch hier zogen wir die parallel zum Radweg ausgewiesene Altstadtroute vor. Ach ja, die nutzen wir eigentlich immer, wir wollten uns die Städte und Örtchen gerne als kurzen Eindruck ansehen. Ziemlich im Zentrum lag unsere Unterkunft. Wir buchten gestern spontan eine Studentenbude auf dem Campus Krems. Das heisst, dort, wo während des Semesters Studenten wohnen (2Bett-Zimmer mit WC & Dusche), wohnen in den Ferien Touristen. Alles war sauber, die Räder übernachten in einem abschließbaren Fahrradkeller und das Frühstücksbuffet war für 5 € pro Person günstig und ausreichend. Ich fand es besonders nett mit den 2 getrennten Betten, endlich mal genügend Platz für einem selbst. Frauen schaffen das ja, dass selbst 2 Meter noch zu schmal sein können. Elena fand die Unterkunft nicht so romantisch – stellt sich mir die Frage, warum nur? *Grins* Nachdem das Zimmer bezogen war, ging es zu Fuß nochmal ins Städtchen, etwas Cachen und bummeln. Für eine Kleinigkeit zu Abend steuerten wir den naheliegenden Biergarten an und im Anschluss ging es direkt auf das Kremser Volksfest. Ui, das war schön – irgendwann, ganz schön spät, lagen wir dann im Bett, jeder in seinem Bett.

Freitag, 23. August, Krems bis Tulln

41 Km, bestes Wetter, keine Panne

Am nächsten Morgen sattelten wir die Bikes und wir waren uns noch nicht sicher, ob wir bis Wien (72Km) durchfahren, und da erst recht spät ankommen, oder nur bis Tulln (41Km), das Städtchen genießen und ein wenig umfangreicher Cachen sollten. Wir entschieden uns für den Stopp in Tulln und freuten uns auf einen schönen Nachmittag dort. Die Sonne schien schon, so dass es bestimmt ein schöner Tag werden wird.

In gemütlichem Tempo radelten wir also bis Tulln, bezogen Quartier – hier entschieden wir uns für ein bisschen Luxus, Nibelungenhof, Donaulände 34. Ganz individuelle Zimmer (ein großes Doppelbett selbstverständlich) & ein fantastisches Frühstücksbuffet. So etwas haben wir in der Vielfalt noch nicht gesehen.  Meinem Wunsch, ein Zimmer im unteren Bereich zu bekommen, wurde entsprochen. Nach der Hitzeschlacht auf dem Campus in Krems (das Zimmer war ganz oben, auf der Sonnenseite) war dies jetzt eine willkommene Abwechslung.

Zügig checkten wir ein, holten die Bikes und ab ging es in das wunderschöne Städtchen. Übrigends unser ganz persönlicher Favorit an dem Donauradweg. Es wurde gecacht, Kaffee getrunken, gechillt, noch mal gecacht, in der Sonne gesessen … und einfach gar nichts gemacht. Schön!

Gegen Abend brachten wir die Räder in die Unterkunft, diese nächtigen hier in einer abschließbarem Hütte. Wir selbst schlenderten ca 150 Meter bis zum Griechen, direkt am Radweg. Das Essen war lecker, sehr lecker. Uns fehlte aber irgendwie noch etwas. Wer mich kennt, der weiß, was fehlte. Eissssss! Viel Eis! Was dann kam, schlägt dem Fass den Boden aus. Ich kenne Eis, viel Eis. Ich kann beurteilen, was gut und was weniger gut schmeckt. Aber so etwas  hatte ich noch nie! Die Schlange an der Theke versprach gutes, extrem gutes. Beim Anstehen hieß es schon, es sei die beste Eisdiele Niederösterreichs. Wir bekamen dann unser Eis. Ich 4 Bällchen, die Piratin 3. Draußen auf die Bank gesetzt und nette Leute kennengelernt, die zu zweit, eine Schale mit 18! Kugeln verspeisten. Das würden sie immer so machen, man geht sonst eh nochmal rein. Ok … mmmh. Wir sagen nur: Dieses verflixte, hammermäßig und obergeniale Eis war einmalig! So wurde es in vollen Zügen aufgegessen. Und wisst ihr was? Wir sind dann nochmal rein, ich 2 Kugeln und die Piratin auch noch mal 2. Aber nur aus Vernunftsgründen wurden es nicht mehr. Tja, die Leute behielten recht, mit dem Nachschlag holen. Eins ist gewiss, nach Tulln kommen wir irgendwann nochmal, und wenn es nur für das Eis ist! Pappensatt ging es dann zu Bett, wo wir wie die Helden der Nibelungen bis zum nächsten Morgen durchschlummerten. Gott sei Dank, gab es nun ein tolles Frühstücksbuffet – der gestrige Tag hat uns ja bis spät am Abend am Hungertuch nagen lassen. Da musste man natürlich alles probieren, um dann rund wie der eigene Fahrradreifen, loszuradeln. Das hatten wir morgens um 8.30 Uhr auch noch nicht.

Nachsatz: Beim Checkout erfuhren wir vom Gastgeber, dass gestern noch Radler, die Wien bereits erreicht hatten , zurück nach Tulln radelten. Es sei dort kein Zimmer mehr zu einem fairem Preis erhältlich gewesen. Ab 350 Euro aufwärts. Da kann ich gut verstehen, warum man zurückradelt. Hätte ich auch getan. Ob es am Rammstein-Doppelkonzert lag? Jedenfalls waren wir heilfroh, dass wir einmal über Booking und einmal privat zwei geniale Zimmer in Wien vorbuchen konnten. Dass war natürlich Wochen vorher.

Samstag 24.August, Tulln bis Wien (Prater)

31 Km, bestes Wetter, keine Panne – na ja, fast.

Endspurt! Die Sonne schien, die Stimmung war gut und ich habe einen Ohrwurm. Ununterbrochen höre ich die Piratin singen: Finale oohhhooho, Finale ohoho. Klasse fand ich ihren triumphierenden Blick all denen gegenüber, die andersherum radelten, also von Wien nach Passau. So ging es noch mal ganz gemütlich weiter, die letzten Eindrücke genießen. Ein bisschen Traurigkeit kam auch auf. Schade, schon fertig? Jetzt wo wir gerade so gut drin waren. Alles hat einmal ein Ende, leider. Nun radelten wir über die Donauinsel nach Wien reinkommend, bis zum Prater. Unser persönliches Ziel sollte das alte Riesenrad sein. Dies war schon von früheren Wien Besuchen unser Wahrzeichen der Stadt. Gegen 11 Uhr erreichten wir das alte Gefährt. Nach einem Give-me-Five unter uns, gab es eine kleine Fotosession und dann bezogen wir unser Hotel, direkt am Prater. Die Traurigkeit wich der Freude, denn der Abend versprach ein Wiedersehen mit Freunden aus Wien, die wir länger nicht gesehen haben.

Das Einchecken verlief dann problemlos, wäre da nicht die Einfahrt in die Tiefgarage gewesen. Hier nächtigen die Bikes absolut gesichert und überwacht. Von der Rezeption zur TG geht es einmal um das Gebäude, durch den Verkehr. Also, den Helm auf, wir hätten eh nicht gewusst, wohin damit. Beide vor die Schranke gestellt, und ich drückte den Knopf. Jepp, prima – Schranke auf. Elena fährt durch, ich hinterher. Anscheinend erkannte die Lichtschranke eine kleine Lücke zwischen uns. Jedenfalls tat es einen Schlag und ich dachte einen Moment, die Decke kommt runter. Ich hatte die Schranke ja nicht kommen sehen, weil ich selbst schon halb drunter war. Passiert war nichts, dies war eher eine Bestätigung dafür, das es besser ist, immer den Helm aufzuziehen. Ich guckte dumm, und Elena konnte sich vor Lachen nicht halten, aber erst als sie wusste, dass nichts passiert war.

Wir können jedem, wirklich jedem empfehlen, die Tour einmal zu fahren. Es ist keine körperlich anstrengende Route, so dass man auch gut Kinder oder betagtere Menschen mitnehmen kann. Kurz noch was zum schmunzeln. Meine Eltern werden beide in Kürze 80 Jahre alt , sind wirklich fit und sind früher nur geradelt, ohne E-Bike. Zum Beispiel Kassel-Bodensee und zurück. Kassel-Amsterdam und zurück. Kassel – Mecklenburgische Seenplatte und zurück. Kassel – Fehmarn und zurück, und vieles, vieles mehr. Fast täglich durchstreifen sie die Kasseler Berge, allerdings seit ein paar Jahren mit dem E-Bike. Nun haben wir sie durch unsere Erzählungen wohl angestachelt. Das Ergebnis: Juma hat nächstes Jahr 3 Wochen Urlaubssperre in Kaufungen. Ihr Plan: Mit dem Rad von Passau nach Wien! Respekt! Wenn das mal kein Ansporn ist, für all jene, die an sich Zweifeln. Wir wünschen ihnen, dass alles klappt und das man so etwas noch erleben kann. Toll!

Wir verlebten noch 1 traumhaften Sonntag in Wien, wo wir es ganz ruhig angingen ließen. Am Montagmorgen fuhr unser Donauradtramper (Zug) von Wien nach Passau zurück. Eine prima Lösung, so finden wir, obwohl wir wegen unserer 29 Zoll Bikes kurzzeitig Probleme hatten. Der Mailverkehr schloss ja die Beförderung der 29 Zoll nicht aus, auf der in Wien ausgedruckten Fahrkarte hieß es dann, nur Beförderung bis 28 Zoll. Die vorgesehenen Halterungen im Radwagon sind wohl zu kurz für 29 Zoll. Unser Glück war, dass noch eine Art altertümlicher Großraumwaggon am Zug hing. Dort verluden wir uns Bikes, zurrten sie fest und gut wars. Räder drin, Zug fuhr ab.

Ein paar Stunden später erreichten wir Passau und unsere Reise war entgültig zu Ende.

Unser Resumee

– 430 Kilometer inkl. Sightseeing auf dem Sattel

– Ca. 80 Caches entlang des Radweges inkl ein paar Döslein in Passau & Wien

– Die schönste Etappe: Durch die Wachau von Melk nach Krems

– Die schönste Stadt: Tulln & beste Eisdiele/ Gelato Battistin

– Die urigste & geselligste Unterkunft: Gasthof Reisinger, Inzell

– Bester Biergarten: In Spitz an der Donau

– Einen Plattfuß, kein Problem mit dem Reparaturspray

Ihr lieben Leser, ich verabschiede mich an dieser Stelle und werde nun versuchen unsere nächte Tour ein wenig planerisch in Angriff zu nehmen. Versprechen muss man einhalten – ich bin ja wirklich superstolz auf Elena. Sie hat es geschafft, locker und sogar flockig in Wien anzukommen. Kein schmerzender Hintern und auch ihre Verletzung am Ellbogen, konnte sie nicht aufhalten. Ihre ersten Worte, noch am Riesenrad in Wien: Und jetzt fahren wir von München nach Venedig, gelle?

Danke für Eure schönen Kommentare, auf meiner perönlichen Facebookseite, während der Tour, so etwas liest man gerne und motiviert.

Was wären denn schon Piraten, wenn sie auf ihren Raubzügen keine bleibenden Erinnerungen hinterlassen würden, oder gar für sich selbst eine Art Trophäe schaffen würden?! Da ja leider, wie Anfangs erwähnt, kein Multi etc von Passau nach Wien verläuft, haben wir das nun geändert. Schaut mal:

Es wäre schön, wenn wir den ein oder anderen animieren konnten, und irgendwann einen schönen Log lesen dürfen. So habt Ihr während der Tour etwas zu tun und wir dürfen die Strecke beim Loglesen ab & an nochmal radeln.

So long,

 Elena & Meik von den Finkenpiraten

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„DieDiplomaten“

Besuch der alten Wirkungsstätte „Geheimakte Alexandria“

Bereits am 02. Januar 2015 ging der Cache „Geheimakte Alexandria“ ins Archiv. Bei dem Cache handelte es sich um einen LP Multi, welcher zunächst durch ein schönes Waldgebiet führte. Am Ende gelangt man über ein kleines Wehr auf das LP Gelände. Dort breitet sich sich das alte Kraftwerk, in seinem stilvollem Ziegelsteinkostüm, wie aus dem Nichts vor einem aus.

Das Kraftwerk, welches bereits 1959 stillgelegt wurde.

Unser letzter Besuch war im Jahr 2015. Damals befand sich im unteren Teil des Kraftwerks, neben dem Cache noch die Spielstätte eines Paintball-Vereins. Die Owner hatten mit dem Verein eine beidseitige Vereinbarung getroffen: Am Wochenende wurde ungestört Paintball gespielt, im Gegenzug können in der Woche, die Cacher hier auf Entdeckungsreise gehen. Der obere Teil wurde damals als Autowerkstatt genutzt.

Die Paintballer scheinen in der Zwischenzeit auch ihren Spielplatz geräumt zu haben. Nur vereinzelnd konnten wir wenige Hinterlassenschaften von ihnen entdecken.

Auch die Autowracks, die sich im unteren Teil nach und nach vermehrt hatten, sind in zwischen verschwunden. Dafür liegen nun die zwei Führerhäuser der Lkw, die damals noch vor den Gebäude standen demoliert auf dem Gelände.

Die Rückseite im Jahr 2013. Die Führerhäuser der LKW liegen heute demoliert auf dem Gelände.

Die Finale-Location, das unterirdische Kühlwassersystem auf der Rückseite des Gebäudes, wurde schon im Jahr 2015 durch Erde befüllt. Dies war auch einer der Gründe, warum der Cache damals ins Archiv ging.

Ansonsten haben im Laufe der Jahre gar nicht so viele Veränderungen stattgefunden. Doch nach und nach wird das Gebäude immer mehr bröckeln und die Natur sich ihren Platz zurückerobern.

Das Kraftwerk wurde 1910 gebaut und im Jahr 1959 stillgelegt. Seit nun mehr 50 Jahren ruht der Betrieb. Was mag hier damals zu Betriebszeit wohl los gewesen sein?

Bildergalerie

135 Kilo Munition gefunden

Im letzten Jahr mussten wir für eine ganze Weile unseren Cache „Grimms Erben“ deaktivieren, da in dem Waldstück, in dem sich einige Stationen des Cache befanden,  Munition gefunden wurde.

Während der Kampfmittelräumdienst das Waldstück nach Sprengmitteln absuchte,  wurde dieser für Sparziergänger und somit auch für Geocacher gesperrt.

Als wir von der Suche erfuhren, setzten wir uns mit den Mitarbeitern in Verbindung und informierten sie darüber,  dass sich einige Stationen unseres Multis  in dem Waldstück befinden. Es war ein toller und netter Kontakt und die Mitarbeiter freuten sich darüber,  dass wir sie aufgesucht hatten.

Sie berichteten, dass sie bei ihrer Arbeit immer mal wieder auf Geocaches stoßen und es ihre Arbeit erheblich erleichtert, wenn die Caches äußerlich einen Sichtbaren Hinweis hätten. Unsere Stationen waren ausreichend als Geocache erkennbar und sämtliche Stationen konnten wir während der Sucharbeiten vor Ort belassen.

Eine Stage wurde von den Mitarbeitern wegen Bergungsarbeiten um einige Meter bestens verlegt. Da mussten wir selbst erst mal einige Zeit suchen, so vorzüglich war dieser getarnt.

Der Kampfmittelräumdienst ist jetzt schon seit einigen Monaten mit ihrer Arbeit fertig und die Örtliche Presse hat letzte Woche einen Bericht über die gefundene Munition in der Zeitung veröffentlicht.
Diesen Bericht möchten wir euch nicht vorenthalten:

Weilburger Tageblatt vom 8. November 2018

Munition Windhof

Gute Nachricht für Spaziergänger: Das Waldstück am Windhof ist wieder freigegeben. Die Suche nach Kampfmitteln ist nun offiziell abgeschlossen, das Ergebnis liegt vor. 135,42 Kilogramm Munition sind auf dem Areal gefunden worden.

Dem Abschlussbericht zufolge sind 17 Granaten sowie weitere Munitionsteile verteilt in dem Waldstück gefunden worden, erklärt Jürgen Stroh, zuständiger Bereichsleiter bei Hessen Forst.

Während der Großteil der gefunde

nen Munition von der beauftragten Spezialfirma OBK aus Pasewalk (Mecklenburg-Vorpommern) zur Entschärfung und Entsorgung nach Lauterbach im Vogelsberg transportiert wurde, mussten zwei Granaten vor Ort im Wald gesprengt werden. Deren Zünder waren durchgerostet, ein Transport wäre zu gefährlich gewesen, führt der Bereichsleiter aus. Die Experten für Kampfmittelräumung hätten die Granaten in dicken Metallkesseln im Boden kontrolliert gesprengt.

Der überwiegende Teil der gefundenen Munitionsreste sei noch scharf gewesen, wenn auch zum Teil korrodiert, und habe sich meist etwa 30 Zentimeter tief im Erdboden befunden, sagt Stroh und fügt an: „Da hätte jederzeit etwas hochgehen können.“

Auslöser für die Kampfmittelsuche war, dass Kinder im April 2017 in dem Waldstück eine 7,5-Zentimeter-Panzergranate gefunden und mitgenommen hatten. Der Fund wurde bei der Polizei gemeldet und der Kampfmittelräumdienst des zuständigen Regierungspräsidiums Darmstadt eingeschaltet. Wie Stroh weiter erklärt, wurde daraufhin ein Teststreifen untersucht und dabei festgestellt, dass das Gelände als munitionsverseucht einzustufen ist.

Im Mai dieses Jahres rückten dann die Experten zur Kampfmittelsuche an. Dass dies relativ schnell ging, sei dem Landesbetrieb Hessen Forst zu verdanken, sagt Stroh. Der habe Druck gemacht. Denn das Waldstück sei von Spaziergängern und Joggern stark frequentiert.

Die Munitionsreste stammen vermutlich aus der Zeit kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, erklärt Werner Wernecke, der Leiter des Forstamts Weilburg. Eine Luftaufnahme des Waldes zeige ein Grabensystem. Wernecke geht davon aus, dass das Gelände den Charakter eines Standortübungsplatzes hatte und die Gräben für das Training der in Weilburg untergebrachten Soldaten angelegt worden waren.

Das Jagdschloss Windhof diente von 1927 bis 1934 als Landschulheim, wurde dann zwei Jahre saniert und anschließend von der Wehrmacht als militärische Unterkunft genutzt.

Die Kampfmittelexperten waren insgesamt 30 Arbeitstage in Weilburg im Einsatz, jeweils mit sechs bis acht Mitarbeitern. 5,5 Hektar wurden in dieser Zeit mit Metallsonden Stück für Stück abgegangen. Dabei fand die Firma neben der Munition jede Menge Metallmüll, wie Stroh erklärt. Coladosen, alte Emaille-Kochtöpfe und Kanaldeckel wurden beispielsweise aus dem Erdreich geholt und dann von der Stadt Weilburg entsorgt.

Die Kampfmittelräumung schlägt bei Hessen Forst mit einem höheren fünfstelligen Betrag zu Buche, erklärt Stroh. Wernecke hatte bereits im Frühjahr von 80 000 Euro gesprochen und nun hinzugefügt, dass sich die Ausgaben in diesem Bereich bewegen werden.

Wernecke zeigt sich enttäuscht: „Unsere Hinweise wurden trotz der Gefahr schlichtweg nicht ernst genommen“

„Wir sind froh, dass die Verkehrssicherheit wieder hergestellt ist“, sagt der Forstamtsleiter. Es sei zweifelsohne der am stärksten belaufene Waldbereich nahe der Stadt.

Wernecke und Stroh dankten den Waldbesuchern, die sich den Einschränkungen gefügt haben. Allerdings habe es auch Besucher gegeben, die die Absperrbänder und Warntafeln während der Kampfmittelräumung missachtet oder gar zerstört haben. „Unsere Hinweise wurden trotz der Gefahr schlichtweg nicht ernst genommen“, meint der Forstamtschef. Und sein Kollege Stroh hält fest: „Die Sperrung war nicht durchsetzbar.“

Das Waldstück am Windhof ist nun sicher und wieder für Spaziergänger freigegeben. Dass sich an anderer Stelle in Weilburg noch Munitionsreste aus Kriegszeiten im Boden befinden, schließen die beiden Hessen-Forst-Mitarbeiter nicht aus. Ihr Appell: „Wer etwas Verdächtiges sieht, sollte es nicht angreifen, sondern direkt die Polizei alarmieren.“

https://www.mittelhessen.de/lokales/region-limburg-weilburg_artikel,-135-Kilo-Munition-gefunden-_arid,1434953.html

Die Geburtsstunden des Historikers

Am 15.02.2018 wurde unser neustes Projekt „Der Historiker und seine Rätselhafte Erbschaft“ (GC7GPRJ) gepublisht. Die erste Idee entstand Ende des Jahres 2016.

In Weilburg an der Lahn gibt es eine alte, entweihte Kirche.  Diese wurde vor etlichen Jahren bereits zu einem Geschäftshaus umgebaut. Im Keller soll es noch vergitterte Zellen (zwischenzeitlich diente sie auch als Gefängnis) geben.

Seit einigen Jahren steht dieses Gebäude nun völlig leer und für unser angedachtes Projekt war dies genau das richtige.

Die Story von „Jack the Ripper“ schwebte in unseren Gedanken und auch die ein oder andere Idee für eine schöne Stage war gedanklich schon fertig.

Bezüglich der Location vereinbarten wir mit dem damaligen Bürgermeister der Stadt Weilburg im Januar 2017 einen Termin. Dieser wusste zu dieser Zeit aber nicht mal was Geocaching ist.

Also wurde eine Mappe zusammengestellt, mit ein paar Listings und Logs von unseren Caches, sowie einer Zusammenfassung in der wir Geocaching in Kurzform erklärten.

Der Bürgermeister war von Anfang von der Idee, einen neuen Cache in Weilburg zu platzieren, begeistert.

Die Story von „Jack the Ripper“ behielten wir aber erstmal für uns, denn welcher Bürgermeister möchte schon einen Massenmörder in seiner Stadt haben?!

Wobei die Stadt Weilburg, so klein sie auch sein mag, Deutsche Geschichte geschrieben hat:

In Weilburg wurde um 881 n.Ch, König Konrad geboren. König Konrad gilt als erster Deutscher König.

Der Parlamentspräsident „Heinrich von Gagern“ besuchte das Gymnasium Philippinum in Weilburg und auch die spätere RAF Terroristin, Ulrike Meinhof ging auf das Weilburger Philippinum Gymnasium.

Jack the Ripper, hätte sich hier also auch gut gemacht.

Als wir bei unserem Gespräch das Gebäude mit der Kirche erwähnten, machte sich eine erste Enttäuschung breit. Der Bürgermeister berichtete, dass die Stadt an dem Gebäude zwar interessiert sei, dieses aber nicht der Stadt gehören würde. Das Gebäude sei einer Erbengemeinschaft mit ca. 30 Angehörigen und bis diese eine Einigung erzielen, würde wahrscheinlich noch viel Wasser die Lahn herunterfließen.

Aber er hätte da eventuell eine andere Location für uns.

Bei dieser Location, wurden wir hellhörig!

Unser Interesse war geweckt, es gab jedoch noch ein Problem:

Besucher müssen Eintritt zahlen und Groundspeak lässt Caches, die Eintritt kosten nur unter bestimmten Voraussetzungen zu.  Der Bürgermeister versprach uns, dass wir hierfür eine Lösung finden werden und er sich bei uns melden werde.

Zunächst wurde die Location, die wir zwar kannten, nochmals begutachtet.

Dann das Fazit: Ja, hier ließe sich was draus machen.

Es vergingen einige Wochen und die Wahl des Bürgermeisters der Stadt Weilburg stand an, wobei der jetzige Bürgermeister nicht zu einer Wiederwahl antrat. Bei einer Nachfrage versicherte er uns aber, dass er uns nicht vergessen hatte und es weiterleiten würde.

Nun verging wieder einige Zeit. Der Bürgermeister hatte während seiner letzten Amtstage die Sachen zwar weitergeleitet, dort blieben sie jedoch wegen eines Missverständnisses liegen.

Ein Bekannter, brachte dann wieder Bewegung ins Spiel, sodass wir Anfang August direkt mit dem Verantwortlichen der Location reden konnten.

Auch dieser war von unserem Vorhaben begeistert.

Zunächst stand aber erstmal unser Urlaub an. Tja und im Anschluss keimte durch bestimmte Umstände eine enorme Demotivation auf.

Hätten wir jetzt unsererseits noch keine weiteren Absprachen getroffen, so wäre dieser Cache vermutlich nicht entstanden.

Aber wir hatten nun mal was versprochen und dies gilt es zu halten.

Also wurde der Hintern zusammengekniffen und das Projekt weiter in Angriff genommen.

Bei den weiteren Vorbereitungen fiel dann auch die Entscheidung: „Jack the Ripper“ wird es vorerst nicht geben. Für diese Story hat hier irgendwas gefehlt. Vielleicht war es auch der Umstand, dass es in einem öffentlichen Bereich spielt und man sich zu sehr hätte einschränken müssen.

Jedenfalls geisterten dem Piraten schon seit seiner Kindheit „Die Drei Fragezeichen“ im Kopf herum. Von der Piratin kam aber allerdings nie mehr als ein „Augen verdrehen“ zu diesem Kult.

Die Hörspielfolge 17 war für ein Msytery-Geocache genau das Richtige.

In dieser Folge „Die drei Fragezeichen und die gefährliche Erbschaft“, sollen die drei Detektive einen Fall lösen, wo durch ein Testament verkündet wird, dass die Erbschaft an jenen geht, die im Stande sind die Rätsel zu lösen.

Ein „Drei Fragezeichen ???“ Cache sollte es nicht werden, denn davon gibt es schon genügend. Bei dem Cache „Der Historiker und seine rätselhafte Erbschaft“ spielen die drei Detektive Justus, Peter und Bob auch keine Rolle.

Lediglich die Idee mit dem Testament wurde übernommen.

Bei weiteren Besuchen der Location, bei denen uns so weit es ging, freie Hand bei der Auswahl der Stages, Installationen und Platzierung der einzelnen Stationen gelassen wurde, keimte auch die Motivation wieder auf. Einen weiteren Motivationsschub gab es durch ein bestimmtes Mitwirken von Toni vom „Team Lockentoni“ und Ronny „Der Helfer“.

Wie schon erwähnt, handelt es sich bei unserem Cache um einen Mystery. Die D/T-Wertung des gesamten Caches haben wir auf faire D3,5 und T2,5 gesetzt.

Eine Kalenderanmeldung war leider unumgänglich und man sollte zwischen 2,5 und 5 Stunden einplanen.

Wobei wir durch die Beta-Tester, denen wir hier nochmal herzlich danken möchten, festgestellt haben, dass man zu zweit wesentlich länger benötigt als zu dritt oder viert.

Viel mehr wollen wir zu den Einzelheiten des Caches gar nicht sagen, schließlich möchten wir Euch ja nicht die Spannung und den Spaß nehmen.

Vielleicht noch eines, wer es ganz und gar nicht mag, in der Öffentlichkeit oder unter Beobachtung zu Cachen, der sollte lieber auf Konrads Erbe verzichten, denn hier könnt ihr jederzeit auf andere Leute und Besucher treffen. Zu bestimmten Zeiten werden es auch nicht wenige sein.

Die Mitarbeiter, denen wir hier nochmals unseren Dank für die hervorragende Zusammenarbeit aussprechen möchten, wissen natürlich alle Bescheid, stehen aber zu keiner Zeit als Joker zur Verfügung. Diesen benötigt ihr aber laut den ersten Logs auch nicht.

Wir zitieren mal aus einem Log an dieser Stelle: Alles ist prima zu lösen, TJ oder Hilfe irgendeiner Art, ist absolut nicht erforderlich. Man muss nur gut aufpassen …

Elena & Meik von den Finkenpiraten

 

 

Die Story von einem Stück (zu) aufreizendem Edelmetall – Die Akte 69 Coin

Seit letztem Wochenende gibt es nun auch eine Akte 69 Geocoin zu unserem gleichnamigen Cache „Akte 69 – ungeklärt“.

Die Idee, eine Coin zu diesem Cache zu fertigen hatten wir schon länger und dabei auch eine gewisse Vorstellung, was die Coin zum Ausdruck bringen sollte.

Die Coin sollte optisch die Story der Akte 69 widerspiegeln.

Wir dachten uns schon von Anfang an, dass wir mit  unseren Vorstellungen bei Groundspeak an die Grenzen stoßen würden, Sex ist dort ja ein Tabu-Thema.

In Melsungen, auf dem Geocoinfestival, sprachen wir mit unserem Vorhaben die Mietzecacherin an, da wir sie als Coindesignerin schätzen und sie auf Grund ihrer Erfahrungen genau die Richtige für unser Coin-Projekt zu sein schien.
In einer ruhigen Minuten konnten wir ihr, unsere Vorstellungen zur Coin, durch ein paar Skizzen und einem kurzen Bericht über den Inhalt des Caches (Akte 69), näher bringen. Wir konnten sie für unser Vorhaben gewinnen. wobei sie wohl noch nicht wusste, worauf sie sich hier eingelassen hatte…

Ideen zur Darstellung

Einige Zeit später kam dann das erste Artwork von der Mietze, von dem wir sofort hellauf begeistert waren. Die Frontseite zeigte unseren Kommissar Spürcop, in dessen Rolle die Cacher schlüpfen, um den Akte-Fall aufzuklären und die Rückseite zeigte unsere Olga Strapsig, dessen Verschwinden es bei dem Cache aufzuklären gilt.

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Doch bei Annie, die bei Groundspeak auch für die Genehmigung der Coins zuständig ist, gingen bei dem Motiv offensichtlich alle Alarm-Glocken an. Sie erklärte, dass  Geocaching ein familienfreundliches Hobby sei und könne aus diesem Grund ein Motiv mit einer so aufreizenden Dame auf einer Coin nicht zulassen. Eltern kämen in Erklärungsnot, wenn ihre Kinder eine solche Coin in einem Cache finden oder auf einem Event sehen würden.

Schade, dabei wäre dieses Motiv perfekt für die Akte-Coin gewesen. Wir waren dann schon etwas enttäuscht, denn dieses Motiv wäre echt der Hammer gewesen. Aber es machte sich auch Humor breit. Wir witzelten, ob wir vielleicht die Antenne vom Groundspeak Frosch „Signal“ zwischen den Beinen auftauchen lassen sollten, Signals Status-Symbol darf ja schließlich nicht verdeckt sein.

Im Gegensatz zu uns, ließ sich die Mietze nicht entmutigen und veränderte die Pose der Dame ein wenig. Die Beine wurden etwas geschlossen, vielleicht waren die Amis mit dieser Pose ja einverstanden, auch wenn dort offensichtlich doch der Storch die Kinder bringt.

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Auch mit dieser Pose war unsere Olga Strapsig gut getroffen, doch laut Annie immer noch nicht Kindgerecht. Nun hatte uns wieder mal der Mut verlassen und es machte sich auch etwas Frust breit. Wir hätten Olga vermutlich ein paar Einschusslöcher verpassen sollen und mit Waffen und Bomben vom Tabu-Thema Sex abzulenken. Bei Gewalt und Waffen sind die auf der anderen Seite des Teichs ja recht offen.

Fast waren wir dran, das Thema Akte 69 Coin an die Strapse zu hängen.

Wir befanden uns gerade im Urlaub und wurden beim Wandeln durch die Städte hier & da mit aufreizenden Werbebilder konfrontiert. In Amerika, herrscht vermutlich in solchen Städten ein Kinderverbot oder es gibt Zwangsaugenbinden für die Kids. Auch der Sexualkundeunterricht heißt da wohl Märchenstunde.

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Dort scheint Coca Cola offensichtlich nicht wegen des hohen Zuckergehalts & Koffeins ungeeignet für Kinder zu sein, sondern eher wegen ihrer aufreizenden Werbung.

Cola

Wir überlegten dann gemeinsam mit der Mietze, wie wir unsere Coin trotzdem in die Tat umsetzen könnten. Eine reine Sissi-Coin wollten wir nicht, die Cacher sollten schon erkennen können, welchen Inhalt unsere Akte 69 hat.

Wenig später kam dann ein schöner Entwurf von der Mietze, mit dem sich auch Groundspeak zufrieden geben könnte. Auf unseren Wunsch hin, änderte die Mietze auch noch ein wenig die Pose, da wir doch etwas mehr Brust sehen wollten. Mit diesem Motiv konnte sich auch Annie anfreunden. Und die Mietze machte sich fleißig an das fertige Artwork.

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Bei der Farbgestaltung waren wir schnell auf einem Nenner und so lagen wenig später zwei tolle Artwork der Akte 69 Geocoin vor.

Wir finden, dass wir hier einen guten Mittelweg gefunden haben um Groundspeak auf der einen Seite und unserem Cache Akte 69 auf der anderen Seite, ansatzweise gerecht zu werden.

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Nun wurde nach einem Produzenten gesucht und wer wäre für diese Coin nicht besser geeignet, als die Lostplaces4theKingz. Denn sie hatten ja, durch ihren jährlichen Lost Place Wettbewerb, bei dem auch die Akte 69 Teilnehmer war und im Jahr 2016, den Wettbewerb für sich entscheiden konnte, eine Gewisse Mitschuld, dass es diesen Cache überhaupt gibt.

Die Zusammenarbeit mit Daniel von den Kingz, mit dem wir sowieso ein sehr gutes freundschaftliches Verhältnis pflegen, war einfach perfekt und hätte nicht besser sein können.  Daniel nahm sich viel Zeit und erklärte uns noch so einiges, was bei der Produktion von Coins relevant ist. Für uns war das Neuland und mit so manchen Fachausdrücken wie Soft- oder Hard Enamel und den Unterschieden zwischen der Messing und Zink-Legierung, konnten wir erstmal nichts anfangen. Hierüber wurden wir bestens aufgeklärt und am Ende konnte alles genau nach unseren Wünschen umgesetzt werden. Wir wurden stets über den aktuellen Produktionsverlauf auf dem Laufenden gehalten, bis es hieß schließlich hieß – Die Coins sind auf dem Weg zu euch.

Am Samstag trafen die Coins bei uns ein. Aufgeregt und voller Freude hielten wir die beiden Stücke voller Stolz in den Händen. Wir waren wirklich überwältigt, die Qualität stimmt und die Farben, einfach berauschend. Das war wirklich ein tolles Gefühl diese Coins in den Händen zu halten.

Am Sonntagabend, den 10.09.2017, konnten wir dann euphorisch auf Facebook unsere Akte 69-Geocoin präsentieren. Zuvor mussten aber noch die passende Namen zur jeweiligen Edition her.

Wir entschieden uns bei der XLE 50 Variante auf Grund der schwarzen Kleidung für „Lack & Leder“ und bei der RE-Version für den auch passenden Name „Wollust“. Wir denken die Namen sprechen für sich und deuten auch ein wenig daraufhin, was einem bei dem Cache Akte 69 – ungeklärt, erwarten könnte. Ob dem so ist, werdet ihr vor Ort erfahren.

Die Coin sollte aber nicht nur was für Coinsammler sein, sondern soll vielmehr auch jenen Cachern dienen, die sich eine Erinnerung von dem Cache mit nach Hause nehmen wollen.

Die Coin „Lack & Leder“ in der XLE 50 Edition, gab es nur im Set zusammen mit der RE Editon „Wollust“ für 40,- €.

Die „Wollust“ RE Edition gibt es als Einzelcoin für 17,- €,   plus Versand.

Schon kurz nach Veröffentlichung waren die auf Facebook angebotenen „Lack & Leder“ Editionen (Set) ausverkauft, womit wir überhaupt nicht gerechnet hatten.

Die RE „Wollust“ Edition ist auch bereits ausverkauft.

Akte 69 Lack & Leder Coin ausverkauft

Akte 69-Wollust Coin

Als letztes möchten wir uns hier nochmal bei Melli (Mietzecacherin) und Daniel von den LostPlaces4theKingz, für ihren perfekten und auch zeitaufwendigen Job bedanken.  Wir können und werden Euch uneingeschränkt weiterempfehlen.

Vielen Dank

Meik und Elena (Finkenpiraten)

Der Teufelsberg

Die ehemalige Radarstation auf dem Teufelsberg befindet sich im Berliner Grunewald.
In den Zeiten des kalten Krieges wurde die Abhörstation von den Amerikanern genutzt.
Heute faszinieren die Gebäude durch ihren Verfall und der Nutzung verschiedener Künstler.
Gerade Graffiti-Interessierte werden hier auf ihre Kosten kommen.
Die Gebäude gleichem einem Lost Place, verlassen sind sie jedoch nicht, da sich das Gelände in Privatbesitz befindet und für Führungen sowie verschiedene Veranstaltungen genutzt wird.
Einen besonderen Geocache, der beispielsweise über das Gelände führt, gibt es dort leider nicht.
Hinter dem Gelände kann man zwar den Tradi "Die alte Abhörstation" GC2NMFP finden und von Außen einen tollen Blick auf einen der Türme werfen, doch uns waren die 7,- € Eintritt wert, um sich das Gelände genauer anzusehen.
Ein Führung haben wir nicht gebucht, sondern das Areal auf eigenen Faust erkundet.
Es stehen dort so gut wie alle Gebäude offen und können betreten werden.
Von den Veranstaltern wird außerdem an verschiedenen Stellen Essen und Trinken angeboten.
Nach einigen Stunden hatten wir so einiges Interessantes gesehen und auch das ein oder andere schöne Foto im Kasten.

Wir finden der Teufelsberg ist auf jeden Fall ein Besuch wert.

Bilder


Pfadfinder beim Geocaching

Um der Pfadfindergruppe des DPSG Weilburg, genauer den Isslys (13-16 Jährige) das Geocachen etwas näher zubringen, verabredeten wir uns, zusammen mit deren Leitern, zu einem gemeinsamen „Geocachingausflug“.

Die Pfadfinder hatten Geocaching bereits einmal in ihrer wöchentlichen Gruppenstunde ausprobiert, jedoch war man damals nicht erfolgreich gewesen.

Bevor die Suche los ging, wurde der Gruppe zunächst erläutert, was es für verschiedene Cachearten und Behältergrößen es gibt und vor allem, wie mit den einzelnen Stationen und Verstecken umzugehen ist.

Besonders die Themen „Unauffälliges Verhalten“ und der „Umgang mit den Caches“ war uns wichtig.

Wir hatten für die Gruppe einen kleinen und nicht zu schwierigen Stadtmulti (Residenzstadt Weilburg) mit der Schwierigkeitsstufen T1,5 und D1,5 herausgesucht.  Hierbei konnten sie den Umgang mit den GPS-Geräten lernen und gleichzeitig wurde ihnen noch etwas über die Weilburger Stadtgeschichte erläutert.

Die Pfadfinder meisterten die einzelnen Stationen mit Bravour und konnten am Ende punktgenau das Finale finden.

Am Ende bekamen wir eine positive Resonanz und allen hatte es mächtig Spaß gemacht, sodass noch am gleichen Abend ein weiterer Geocaching-Ausflug geplant wurde.

Diesmal wird es etwas schwieriger und anspruchsvoller. Es geht in ein märchenhaften Wald, wo es am Ende ein spannendes Finale vorzufinden gibt.

Einen Bericht in der Zeitung gibt es hier:

Pfadfinder beim Geocaching